11.03.2026

Lösungsorientierung auch in der Organisationsentwicklung

Vorhandene Ressourcen stärker nutzen.

lösungsorientiert

Der lösungsorientierte Ansatz macht vorhandene Ressourcen sichtbar.

Beim lösungsorientierten Coaching steuert der Coach das Gespräch voll in Richtung des gewünschten Zielzustands. In der reinsten Form interessieren die Ausgangslage und das Anliegen selber eigentlich gar nicht. Es geht nicht darum, das Problem zu verstehen, sondern eine machbare Lösung zu entwickeln.

Lösungsorientiert geht auch in der Organisationsentwicklung

Dieser Ansatz kann auch für die Organisationsentwicklung angewendet werden. «Klassische» Startpunkte für Organisationsentwicklung sind Themen der (übergreifenden) Zusammenarbeit, Kommunikationsaspekte oder Entscheidungsabläufe. Statt darauf zu achten, wo die beteiligten Organisationsmitglieder solche Defizite wahrgenommen haben, richtet sich die lösungsorientierte Organisationsentwicklung voll auf den gewünschten Zielzustand.

Inseln des Gelingens

Oft äussern die Organisationsmitglieder ja einen Mangel («Die abteilungsübergreifende Zusammenarbeit klappt nicht») und nicht ein «Wir wollen darin noch besser werden». Statt Schuldige für Misserfolge zu suchen, identifiziert die lösungsorientierte Organisationsentwicklung erfolgreiche Projekte («Inseln des Gelingens») und analysiert, wie diese Bedingungen auf das gesamte Unternehmen übertragen werden können. Ebenfalls trainiert es den Blick auf die Frage «Wenn es so sein soll: Was muss getan werden, damit es so kommt?».

Gemeinsames Verständnis als Voraussetzung

Um in Richtung eines gewünschten Zielzustands denken zu können braucht es ein gemeinsames Verständnis der Beteiligten darüber, wie denn der Zielzustand aussehen könnte («Wie soll Zusammenarbeit konkret aussehen?»). Den Mangel können alle relativ gut anhand der tatsächlich erlebten Erfahrungen beschreiben. Was hingegen ein guter/gewünschter Zustand wäre, darüber können die Meinungen weit auseinander gehen.

Visionen entwerfen

Eine sehr gut passende Methode dazu ist Appreciative Inquiry (Wertschätzende Erkundung). Sie basiert darauf, Bestehendes zu würdigen, um Visionen für die Zukunft zu entwerfen. Denn Organisationen haben oft mehr Stärken und erfolgreiche Praktiken, als sie selbst wahrnehmen. Der lösungsorientierte Ansatz macht diese sichtbar und nutzbar.

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