15.04.2026

Varianten von Zutrauen

Ein Führungsteam traut sich auf der individuellen Ebene einiges zu, aber nicht unbedingt auf der Teamebene.

Zutrauen

«Ich trauen uns zu, …» und «Wir trauen uns zu, …» ist nicht das Gleiche.

In einem Workshop mit einem Führungsteam eines grossen Bereichs ging es (zuerst) um Vertrauen:

Für uns ist Vertrauen sehr eng verbunden mit Zutrauen. Es ist jeweils wertvoll, sich dem Begriff Vertrauen auch mit dem Begriff Zutrauen zu befassen. Bei diesem Workshop zeigten sich dabei sehr bedeutsame Erkenntnisse.

Verschiedene Varianten von Zutrauen

Beim Zutrauen können wir verschiedene Varianten unterscheiden:

  • Ich traue mir zu, … zu machen.
    (z.B.: «Ich traue mir zu, eine Präsentation vor der Geschäftsleitung zu halten.»)
  • Ich traue dir zu, … zu machen.
    (z.B.: «Ich traue dir zu, diese Präsentation vor der Geschäftsleitung zu halten.»)
  • Ich traue uns zu, … zu machen.
    (z.B.: «Ich traue uns zu, den Bereich erfolgreich in die Zukunft zu führen.»)
  • Wir trauen uns zu, … zu machen.
    (z.B.: «Wir trauen uns zu, den Bereich erfolgreich in die Zukunft zu führen.»)

Alle vier Varianten haben Ebenen, die es sich lohnen kann, zu untersuchen.

«Ich traue uns zu» ist nicht das Gleiche wie «Wir trauen uns zu»

Im Rahmen dieses Teamworkshops haben wir uns auf die letzten beiden Varianten konzentriert. Besonders interessant war, dass alle Teammitglieder der Aussage «Ich traue uns zu, den Bereich erfolgreich in die Zukunft zu führen» zustimmten. Bei der Aussage «Wir trauen uns zu, den Bereich erfolgreich in die Zukunft zu führen.» gab es jedoch ein breites Zögern.

Zutrauen, Vertrauen und Arbeitsfähigkeit sind eng verbunden

Diese Unterscheidung ist nicht bloss eine linguistische Feinheit. Sie macht deutlich, dass die Teammitglieder durchaus mit einer gewissen Zuversicht an die eigene Gestaltung der Zukunft glauben. Und zwar nicht nur, was die eigene Sparte und den eigenen Einflussbereich betrifft. Sie sehen auch die Beiträge der anderen Teammitglieder. Die Unterscheidung zeigt aber auch, dass sich die Teammitglieder noch nicht als eng verbundenes Team verstehen. Und das hat wiederum einen engen Bezug zu Vertrauen und schlussendlich der Arbeitsfähigkeit eines Teams.

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