23.05.2024

Was bedeutet Arbeitsfähigkeit?

Es braucht einiges, damit eine Gruppe oder ein Team arbeitsfähig ist.

Arbeitsfähigkeit

Es braucht einiges, damit Arbeitsfähigkeit hergestellt ist und die Zusammenarbeit in einer Gruppe, einem Team oder einem Gremium konstruktiv und wirksam ist.

Bei unserer Arbeit geht es häufig auch darum, die Arbeitsfähigkeit von Teams, Gruppen oder Gremien zu unterstützen respektive zu erhöhen. Darunter verstehen nicht alle das gleiche. Denn der Begriff «Arbeitsfähigkeit» kann (wie viele andere Begriffe) äusserst vielseitig interpretiert werden. Damit eine Gruppe, ein Team oder ein Gremium (zum Beispiel eine Geschäftsleitung) gut funktioniert, ist deren Arbeitsfähigkeit von grosser Bedeutung. Umso wichtiger scheint es uns, sich über den Begriff der Arbeitsfähigkeit auszutauschen.

Was es für die Arbeitsfähigkeit braucht

Eine häufige Deutung des Begriffs meint «es funktioniert», «wir reden miteinander und finden Lösungen» oder «wir sind nicht zerstritten». Das ist natürlich schon mal erfreulich. Aus unserer Sicht geht Arbeitsfähigkeit darüber hinaus. Unter Arbeitsfähigkeit verstehen wir folgendes*:

  • Entscheidungsfähigkeit
  • Kooperation nach innen und aussen leben, dazu gehören:
    - Geklärte Beziehungen und Rollen
    - Gemeinschaftliches Verständnis über Arbeitsweisen und Methoden
    - Übereinstimmung der Interessen/Ziele (gemeinsamer Fokus)
    - Konkurrenzausschluss (innerhalb des Gremiums, Teams oder der Gruppe)
    - Vertrauen in die Kompetenz der anderen
  • Kommunikation nach innen und aussen

Arbeitsfähigkeit kann nicht verordnet werden

Arbeitsfähigkeit mit den erwähnten Punkten lässt sich nicht einfach verordnen und kann auch nicht vorgegeben werden. Um sie zu erreichen braucht es den Austausch und Dialog unter allen Beteiligten. Erst wenn ein gemeinschaftliches Verständnis über die oben genannten Inhaltspunkte entwickelt wird, bildet sich daraus die Arbeitsfähigkeit.

Prozess braucht immer wieder Zeit

Dieser Prozess benötigt Zeit. Aus unserer Sicht ist dies gut investierte Zeit. Denn sollte sich herausstellen, dass einer oder mehrere Punkte nicht gegeben sind, wird es schwierig mit der Zusammenarbeit. Dies zeigt sich durch grossen Zeit- und Energiebedarf (Reibungsverlust), der sich nicht konstruktiv auswirkt. Daher ist es auch wichtig, den Stand der verschiedenen Aspekte regelmässig (z.B. jährlich) zu überprüfen und zu reflektieren. Spätestens bei personellen Veränderungen in der Gruppe, im Team oder im Gremium braucht es eine erneute Auseinandersetzung und Klärung, was Arbeitsfähigkeit bedeutet, damit wieder eine tragfähige Kooperation möglich ist.

Welche Erfahrungen haben Sie diesbezüglich gemacht?

 

*Die Grundlage dafür stammt aus dem Buch «Teamarbeit – Teamentwicklung – Teamberatung» von Manfred Gellert und Claus Nowak, Limmer Verlag.

Autor

Beat Kunz

Beat Kunz ist Organisations- und Kommunikationsberater. Im Blog berichtet er aus seiner vielfältigen Tätigkeit bei crearium.

Alle Blogbeiträge dieses Autors

Neuen Kommentar schreiben

Ich akzeptiere die Datenschutzbestimmungen.

Kommentare (0)

Keine Kommentare gefunden!
zum Seitenanfang