Der Paradigmenwechsel ist ein grundlegender Wechsel von einem Denk- und Deutungsmodell zu einem anderen.
An der Sommertagung des OE-Forums sprach Zukunftsforscherin Martina Kühne in ihrer Keynote über Paradigmenwechsel. Dieser Blogbeitrag geht darauf ein, was wir als Essenz daraus mitgenommen haben.
Auch wenn der Begriff Paradigmenwechsel in letzter Zeit häufig Verwendung findet ist es dennoch nützlich, sich mit dessen Bedeutung auseinanderzusetzen. Gemäss Thomas Samuel Kuhn, einem amerikanischen Wissenschaftstheoretiker, ist ein Paradigma ein «gemeinsames Denk- und Deutungsmodell». Es bestimmt, wie wir die Welt verstehen. Es stellt nicht eine individuelle, persönliche Sicht dar, sondern ist in einer Gesellschaft tief verankert. In anderen Gesellschaften kann es anders lauten. Der Paradigmenwechsel ist somit ein grundlegender Wechsel von einem Denk- und Deutungsmodell zu einem anderen.
Ein Paradigmenwechsel ist erst im Nachhinein als solchen zu erkennen, nachdem diese vier Phasen abgeschlossen sind:
Aktuelle Beispiele gibt es zu allen vier Phasen:
Organisationen reagieren unterschiedlich auf Paradigmenwechsel. Martina Kühne unterteilt sie in drei Typen:
Sollte es tatsächlich zu einem Paradigmenwechsel kommen, ist nur der «Elefant auf Rollschuhen» zukunftsfähig. Organisationen tun also gut daran, sich frühzeitig mit Neuerungen auseinanderzusetzen und darüber nachzudenken, wie sie diese Neuerungen aufnehmen können. Und sich gleichzeitig damit befassen, wie sie mit den Widersprüchen umgehen wollen.
Welchem Typ würden Sie Ihre Organisation zuordnen? Woran ist das zu erkennen?
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