27.12.2017, Entwicklung von Organisationen

Ein Schoggitraum wird Wirklichkeit

Ein neues Verfahren, um Schokolade herzustellen? In der Schweiz? Geht nicht, brauchts nicht. Oder doch?

Nach jahrelanger Forschung ist jetzt eine neuartige Schokolade erhältlich.

Vor sechs Jahren erzählte mir Tilo Hühn, Freund und Professor an der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ZHAW, zum ersten Mal von seiner Idee, wie man mit einem neuen Verfahren unglaublich wohlschmeckende Schokolade herstellen könne. Mit seinem Verfahren griff er die Maya Tradition der kalten Verarbeitung von ungerösteten Kakaobohnen neu auf. Die niedrigen Temperaturen bei der Trennung der verschiedenen Kakaobestandteile ermöglichen eine Röstung des Kakaopulvers, ohne die wertvollen, hitzeempfindlichen Kakaobestandteile zu zerstören. Dank diesem Verfahren ist es erstmals möglich, Schokolade mit hochprozentigem Kakaoanteil ohne Bitterkeit herzustellen. Über dieses neuartige Verfahren gibt es einen Fernsehbericht der Sendung Einstein des Schweizer Fernsehens.

Geschäftspartner gefunden – Geschäft eröffnet

Sein Verfahren war so innovativ, dass alle etablierten Hersteller abwinkten. Zu ungewohnt, zu gewagt und zu unvorstellbar – so lauteten die Absagen. Mein Freund aber brannte für seine Idee, forschte ausgiebig und gab nicht auf. Immer wenn ich ihn traf, erzählte er mir von seinem Schokoladenprozess und wie er vorankam bei der Suche nach einem Geschäftspartner. Schlussendlich hat er in Dieter Meier einen Geschäftspartner gefunden. Seit Anfang Dezember 2017 ist die Schokolade in einem neuen Geschäft in Zürich erhältlich. Die Eröffnung dieses Geschäfts war Anlass für die Sendung Einstein, eine weitere Reportage über diese neuartige Schokolade auszustrahlen.

Der Traum von Tilo Hühn geht weiter

Aktuell produzieren die beiden Geschäftspartner die Schokolade in einer kleinen Fabrik in der Nähe von Zürich. Sie haben jedoch Pläne für einen Produktionsstandort, an dem sie mehrere tausend Tonnen Schokolade herstellen können. Es ist sehr eindrücklich zu erleben, wie aus einer innovativen Idee, der Leidenschaft für Aromen und Geschmack sowie Beharrlichkeit ein spannendes Unternehmen geworden ist, das den Schokoladengenuss womöglich revolutionieren könnte. Versuchen Sie diese Schokolade und bilden Sie sich selbst ein Urteil. Wahrscheinlich werden Sie genau so verblüfft sein wie wir.

crearium gratuliert Tilo Hühn und allen involvierten zu so viel Innovationskraft, Durchhaltewillen und Leidenschaft! Für uns ist diese ganze Geschichte wieder einmal ein Beispiel für «Geht nicht gibt’s nicht»!

 

Autor

Beat Kunz

Beat Kunz ist Organisations- und Kommunikationsberater. Im Blog berichtet er aus seiner vielfältigen Tätigkeit bei crearium.

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