12.04.2017, Entwicklung von Individuen

Wer bin ich und was will ich noch?

In mittleren Jahren stellen wir zunehmend Fragen an uns selbst.

„Wer bin ich und was ist bis jetzt aus mir geworden? Was soll noch aus mir werden und wie gestalte ich mein Leben?“ Diese Fragen kennen wir alle aus der Pubertät. Auch im Erwachsenenleben schleichen sich die grossen Fragen immer wieder ein und fordern Beachtung. Das Sich-gewahr-werden seines Selbst und die Auseinandersetzung zeichnet uns als Menschen aus. Nutzen wir doch diese Gabe und entwickeln unseren eigenen roten Faden durchs Leben.

Zeit einplanen für die Fortsetzung des Lebensplans

Häufig fordern diese Fragen zur Lebensmitte vermehrt Beachtung. Vieles haben wir in einer ersten Schaffensphase erfüllt, anderes scheint unerreichbar oder sogar verwehrt. Wir erkennen besser als in der Pubertät, was wir erwarten dürfen, was wir zu leisten im Stande sind und was wir getrost ignorieren können. Die Endlichkeit wird uns bewusst und doch habe wir noch eine lange Arbeitsspanne vor uns. In dieser Zeit ist es typisch, dass wir kritisch unsere Erwartungen und Träume betrachten und realistisch das bisherige Leben würdigen. Es gilt, Enttäuschungen auszuhalten und Erfolge zu feiern. Erst dann kann ich mich der Zukunft zuwenden und eine Fortsetzung meines Lebensplans entwerfen. Was will ich noch erreichen und verwirklichen? Was passt zu mir und meinem Lebensmodell? Das sind häufige Themen in der Laufbahnberatung. Doch wie in der Pubertät brauchen solche Fragen Zeit, um zu stimmigen Antworten zu reifen.

Interessante Inputs zur Auseinandersetzung mit dem Selbst

Es gibt auch die Möglichkeit, sich im Selbststudium mit sich selber auseinanderzusetzen. Eine Unterstützung dazu bieten die fachliche Lektüre und inspirierende Lebenswege von anderen Menschen. Haben Sie gewusst, dass nicht nur in der Pubertät unsere Hormone eine Rolle spielen, sondern wir auch in der Mitte des Lebens einige hormonellen Schwankungen erleben? Wissen kann uns helfen, uns selber besser zu verstehen. Darum hier einige Beispiele als Anregung:

Leichte Fachliteratur:

  • GEO Kompakt: Wer bin ich? Neue Erkenntnisse aus der Lebenslaufforschung. ISBN 978-3-652-00652-1

Sammlung von Lebensbiografien in einer sehr ästhetischen und gebundenen Form:

  • Mattis Kummer: Wie geht Berufung? 40 Persönlichkeiten erzählen. Werd Verlag, 2016. ISBN 978-3-85932-812-9

Als humoristische Kurzbetrachtung:

  • Dr. Eckart von Hirschhausen: <link https: www.youtube.com _blank external-link-new-window>Das Pinguin-Prinzip (YouTube, 3:32min.)

Oder wie Carl Gustav Jung sagt: „Wir können den Nachmittag des Lebens nicht nach demselben Programm leben wie den Morgen. Denn was am Morgen viel ist, wird am Abend wenig sein und was am Morgen wahr ist, wird am Abend unwahr sein.“

Egal in welcher Form oder mit welchen Hilfsmitteln Sie über sich selber nachdenken: ich wünsche Ihnen eine gute Entwicklungszeit.

 

Autorin

Luzia Anliker

Luzia Anliker ist Beraterin und Coach. Im Blog berichtet sie aus ihrer langjährigen und vielfältigen Tätigkeit bei crearium.

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