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07.11.2018, Fokus Kommunikation

Unterschied zwischen Information und Kommunikation

Wieso aus dem Informationsbeauftragten ein Communications Manager wurde.

Im Dialog mit dem Kunden

Statt nur zu senden treten Organisationen mit den Kunden in einen Dialog.

In meiner Tätigkeit als Kommunikationsberater stelle ich bei den Kunden immer wieder Unsicherheiten bei den Begriffen «Information» und «Kommunikation» fest. Schauen wir uns einmal an, wie die beiden Begriffe definiert sind.

«Wird eine Zeichenfolge übertragen, so spricht man von einer Nachricht. Die Nachricht wird zu einer Information, wenn sie für einen Empfänger eine Bedeutung hat.»* 

«Klassisch wird Kommunikation als wechselseitige Übertragung von Information von Sendern an Empfänger über einen Kanal gedeutet.»** 

Oder einfach ausgedrückt: Information ist der Inhalt, Kommunikation die Übertragung von Inhalten. Während es bei einer Information um Daten geht, steht bei der Kommunikation der Austausch beziehungsweise der Dialog im Vordergrund.

Vom Informationsbeauftragten zum Kommunikationsmanager

Weil der Dialog für Unternehmen wichtiger wird, wird der Begriff «Kommunikation» heute häufiger verwendet als «Information». Der Wandel der Begriffe lässt sich auch an Berufsbezeichnungen feststellen: früher gab es den Informationsbeauftragten, heute ist er Communications Manager. Informationsbeauftragte hatten die Aufgabe, Informationen weiterzugeben, zum Beispiel an die Medien. Es war ein eindimensionaler Vorgang vom Sender zum Empfänger. Der heutige Communications Manager hat jedoch eine andere Funktion. Er prägt und gestaltet die Prozesse, mit denen Kommunikation stattfindet. Kommunikationsmanagement umfasst somit nicht nur die Push-Kommunikation, sondern geht immer stärker in eine symmetrische Kommunikation, in der die Informationen in beide Richtungen fliessen.

Menschliches Bedürfnis nach Kommunikation

Warum ist der Dialog so wichtig? Warum genügt es nicht (mehr), einfach Informationen zu vermitteln? Nun, die Organisationen haben begriffen, dass ihre Stakeholder Menschen sind und keine anonyme Zielgruppen. Es sind die Menschen, die Entscheidungen treffen. Ein grundlegendes menschliches Bedürfnis ist Kommunikation. Wenn eine Organisation also nur sendet, aber nicht zuhört, entspricht das einem unvollständigen Kommunikationsverhalten. Das ist für Menschen störend und hinterlässt einen ungünstigen Eindruck. Und das möchte eine Organisation in der Regel vermeiden.

*H. R. Hansen und G. Neumann: «Wirtschaftsinformatik» (ISBN 3-8252-2669-7)
** Gerhard Schwabe: CSCW-Kompendium (ISBN 3-540-67552-3)

Autor

Beat Kunz

Beat Kunz ist Organisations- und Kommunikationsberater. Im Blog berichtet er aus seiner vielfältigen Tätigkeit bei crearium.

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