26.12.2018, Fokus Kommunikation

Weihnächtliche TV Spots 2018: wenig Überraschung. Oder doch?

Die Weihnachtsspots 2018 bringen viel Aufgewärmtes. Aber nicht nur!

TV Spots 2018

Das Publikum liebt überraschende Weihnachtsspots.

Wie im vergangenen Jahr kommentieren wir eine Auswahl von TV Spots, die Weihnachten einläuten. Sie sind eine gute Gelegenheit, um zu beobachten, wie sich Unternehmen präsentieren und wie sie wahrgenommen werden wollen. Denn in diesen TV Spots geht es nicht um Produktwerbung oder konkrete Verkaufsabsichten. Sie zielen ganz klar auf das Image ab und beeinflussen dadurch die Reputation.

Doch nun zu den TV Spots 2018: Wo es 2017 noch Überraschungen und Neuartiges gab, bleibt dies heuer mehrheitlich aus. Es gibt aber auch Ausnahmen – siehe Beitragsende.

Viel Aufgewärmtes

Coop zumindest setzt auf bewährte Mittel. Der Detailhändler nutzt wie letztes Jahr einen starken emotionalen Song: «Sonä Momänt». Migros setzt ihre Geschichte mit Finn, dem Kassenwichtel fort. Klar, dass man eine so erfolgreiche Kampagne weiterführen will. Der Preis dafür ist, dass der Überraschungsmoment jetzt fehlt. Manor knüpft ebenfalls an den Spot von 2017 an und dass Coca Cola auf den bewährten Truck setzt, überrascht auch niemanden.

Sentimentalität ist weniger gefragt

Überraschend ist eher, dass TV Spots, die sehr stark auf die Tränendrüse drücken, dieses Jahr beim Publikum nicht so gut ankommen. Das hat eine Studie herausgefunden. Der «Sadvertising» Trend sei inzwischen etwas in die Jahre gekommen. Dazu zählt der Spot des deutschen Lebensmittel-Discounters Penny, in dem es um Armut geht. Oder «Kids gone» von Lidl wie auch der Film von BBC.

Zeitreisen

Nie ausser Mode kommt Weihnachten. Dieser Ansicht ist Zalando. Auf den ersten Blick mag der Spot ein wenig simpel wirken. Aber mehr braucht es nicht. Die Verbindung von Generationen nimmt auch Märklin im Film «Gleis 1» auf. Ebenfalls auf eine Zeitreise begibt sich Elton John im Spot des britischen Handelsriesen John Lewis & Partners. Er zeigt den Zuschauerinnen und Zuschauer verschiedene Szenen aus Elton Johns Leben. Und Milka macht die Zeitmaschine gleich selber zum Inhalt.

Am Schluss gewinnt eben doch die Überraschung

Für die grösste Überraschung sorgt dieses Jahr Aldi mit «Aldi braucht mehr Bass». Bei der Gunst des Publikums liegt dieser Spot auf Platz 2 in der Studie. Platz 1 geht an Edeka mit «Wie viel Weihnachten darf es sein?». Auch dieser Film überrascht – zumindest die Kundinnen und Kunden von Edeka.

Ganz egal, wie Ihre Firma, Ihr Team oder Sie sich der Aussenwelt in den Adventstagen zeigen – wir wünschen Ihnen schöne Festtage und einen guten Jahreswechsel!

Autor

Beat Kunz

Beat Kunz ist Organisations- und Kommunikationsberater. Im Blog berichtet er aus seiner vielfältigen Tätigkeit bei crearium.

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