Crearium

crearium Newsletter Mai 2024

 

Grüezi ###USER_first_name### ###USER_last_name###

 

Es ist immer wieder erstaunlich, wie wir Sprache und Begriffe verwenden, deuten und umdeuten. Gerade bei «banalen», alltäglichen Begriffen nehmen wir es häufig nicht so genau. Zum Beispiel bei den zwei Begriffen «auswählen» und «entscheiden». Vermutlich haben Sie sofort eine Vorstellung, was sie bedeuten und Sie können sich auch leicht Situationen vorstellen, in denen Sie den einen oder den anderen einsetzen.

Doch was genau ist der Unterschied? Gibt es überhaupt einen? Um auswählen zu können, brauche ich eine Auswahl, also das Vorliegen mehrerer Optionen. Wie ist das beim Entscheiden? Da brauche ich ja auch verschiedene Optionen, um mich für eine entscheiden zu können. Stellen wir uns vor, wir sitzen in einem Restaurant und haben die Menükarte vor uns. Wählen wir eine Speise aus oder entscheiden wir uns für eine? Genaugenommen wählen wir in diesem Fall aus, weil wir die Fakten und die Folgen ziemlich genau kennen.

Im Alltag und im alltäglichen Sprachgebrauch spielt diese Unterscheidung keine grosse Rolle. Im wirtschaftlichen Kontext kann es jedoch eine Bedeutung haben. Trifft das Top-Management eines Unternehmens eine Entscheidung oder wählt es aus? Während vielen Jahrzehnten hat das Top-Management aus einer überschaubaren Anzahl Varianten eine ausgewählt. Vor- und Nachteile waren zum grössten Teil bekannt, das Risiko überschaubar.

Seit die Komplexität in der Wirtschaft zunimmt, sind die Vor- und Nachteile und die Folgen von Varianten immer weniger klar. In diesem Fall sprechen wir nicht mehr von einer Auswahl, weil nicht genügend Grundlagen und Fakten vorliegen. Jetzt braucht es eine Entscheidung – eben weil Ungewissheit herrscht. Oder anders gesagt: wo viel Wissen vorhanden ist (Fakten, Grundlagen, Daten), braucht es keine Entscheidung. Entscheidungen sind nur dort nötig, wo das Wissen fehlt.

Herzlich grüsst crearium.

Luzia Anliker, Beat Kunz
 

Blogbeiträge im Mai

Arbeitsfähigkeit

Arbeitsfähigkeit ist mehr als «Wir reden miteinander» oder «Wir sind beschlussfähig». Was es alles braucht, um Arbeitsfähigkeit herzustellen.

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Entscheiden oder auswählen

In Organisationen wird häufig nicht entschieden, sondern ausgewählt. Entscheidungen braucht es dann, wenn Ungewissheit besteht.

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«Mahlzeit» – essen, reden, netzwerken

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Nächste «Mahlzeit»:
Freitag, 13. September 2024 - bereits jetzt anmelden

Sie sind am Austausch im beruflichen Kontext interessiert? Dann essen Sie mit uns! An der kostenlosen «Mahlzeit» nehmen vier bis sechs Gäste und zwei Gastgeber von crearium teil. crearium serviert ein unkompliziertes Mittagessen, bei dem sich die Teilnehmenden zu einem selbst gewählten Thema austauschen.

Zur «Mahlzeit»

Buchklub – denken beim Lesen

Lesen bildet und löst eigene Überlegungen aus. Der Buchklub dient dem Austausch und der Auseinandersetzung mit anderen zu eben diesen Überlegungen. Wer gerne liest und gerne denkt, ist hier richtig.

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crealog – mit crearium unverbindlich ins Gespräch kommen

Im crealog können Sie eine konkrete Frage mit uns von crearium eine Stunde lang unverbindlich und kostenlos besprechen. Während dieses Gesprächs skizzieren wir gemeinsam den Sachverhalt, diskutieren darüber und Sie erhalten Anregungen von zwei aussenstehenden Fachpersonen.

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